Gedichte

Wie könnte es anders sein - hier findet ihr natürlich Pferdegedichte ! Eine kleine Sammlung ausgewählter Gedichte, die mit schönen Bildern hinterlegt sind.



Hier findet ihr einige Gedichte mit ausgewählten Bildern hinterlegt.




Und hier einige Gedichte in loser Reihenfolge:

Wer einen Tag lang glücklich sein will,
der betrinke sich.
Wer eine Woche lang glücklich sein will,
der schlachte ein Schwein und esse es auf.
Wer einen Monat lang glücklich sein will,
der heirate.
Wer sein Leben lang glücklich sein will,
der werde Reiter !

(altchinesische Weißheit)

Sprich mit dem Pferd,
plausche mit ihm wie
mit einem kleinen
Kinde, dann wird
dich das Pferd
verstehen, denn du
wirst darauf achten,
dass deine Gebärden
verständlich seien.

(René Guénon)
Glaube nicht, ich bin Deine Eroberung, ich bin Dein Gefährte.
Sprich zu mir, ich kann Dich verstehen,
Führe mich, ich weiß zu gehorchen,
Vertraue mir, ich werde Dein Vertrauen nie mißbrauchen.
Gib mir Lasten zu tragen, ich bin stark,
Vertrau' mir Deine Kinder an, ich bin sanft.
Mach mich nicht zu Deinem Sklaven, sondern zu Deinem Freund,
Du wirst keinen besseren haben.

Wer reitet um sich fortzubewegen,
wer reite, um sich körperliche Bewegung zu machen,
wer reitet, um einen Sport zu treiben - und es könnte auch ein anderer sein,
weiss nichts von der Gewalt der Gänge,
weiss nichts von ihrer Magie,
weiss nichts von ihrem Geheimnis.

(Rudolf Binding)

 

Ritt in den Maimorgen

Früh haben wir uns aufgemacht.
Es ist noch nicht einmal halb acht
an diesem frischen Maienmorgen.

Mein Stütchen hebt den Kopf und schaut.
Was raschelt hier, was knistert dort?
Wird es vielleicht gleich furchtbar laut?
Lauert im Busch wilde Gefahr?

Sie stutzt, bleibt ängstlich stehen,
will nicht mehr weitergehen
an diesem kühlen Maienmorgen.

Ich klopfe ihren schlanken Hals.
Sie schnaubt, hört meinem Reden zu.
Dann fasst sie sich ein Herz und eilt
vorbei am Schreckensort im Nu

Am Waldesrand, da traben wir,
treffen nicht einen Menschen hier
an diesem schönen Maienmorgen.

Im Takt hebt sie die Hufe fein.
Vögel singen ihr Morgenlied.
Bald kommt der Sonne erster Schein,
wärmt sie und mich - wärmt das Gemüt.

Sag' Stütchen, woll'n wir galoppieren?
Uns wird schon nichts dabei passieren
an diesem guten Maienmorgen.

Voll Freude springt sie schwungvoll an.
Spielende Muskeln, rotgold'nes Fell,
streckt ihren Körper, zeigt was sie kann.
Wir fliegen dahin, so herrlich, so schnell!

Und als der Weg zu Ende geht,
mein Stütchen dies allein versteht,
bremst ihren Lauf im Maienmorgen.

Ich lobe sie - ich liebe sie!
Lass ihr die Zügel gerne lang.
Minutenlange Harmonie
hat uns verbunden.

Vielen Dank!

geschrieben von Elke Schleich

Ritt am Morgen

Stolz ritt ich meinen Weg
über Kirschblüten
an einer Kutsche vorbei.
Da hob sich der Vorhang
von zarter Hand bewegt,
und ein Lächeln
wies mir meinen Weg.


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